Gastbeiträge erfolgreich schreiben und veröffentlichen

Kunden und Interessenten erreichen, ohne zu werben: Autoren von Gastbeiträgen profitieren von der Reichweite anderer. Content Marketing mit Gastbeiträgen erfüllt den Wunsch nach schlagartiger Reputation. Gastauftritte in führenden Medien schaffen mit journalistischem Mehrwert Vertrauen und Akzeptanz. Bei Kunden, Partnern oder Multiplikatoren. Leser, Links, soziale Signale, mehr Reichweite in den SERPS; was entscheidet über den Erfolg meiner Gastbeiträge? Welchen Stellenwert nehmen Gastartikel im SEO ein? Was öffnet mir die Tür zu Redaktionen und Webmastern und wie befriedige ich am besten deren Verlangen nach frischen, hochwertigen Inhalten? Wie unterstützen spannende Geschichten und Fachbeiträge mein Online-Marketing? Und welche Schritte sind wichtig, um meinen Beitrag erfolgreich dort zu veröffentlichen, wo meine Zielgruppe liest? Ein Beitrag eines Ghostwriters über Altbewährtes, das heute Content Marketing heißt.

Content Marketing mit Gastbeiträgen richtig umsetzen

Mit welchen Inhalten locke ich die kritischsten Redakteure und dicksten Fische?

Keine halben Sachen mehr

Unternehmen, Freiberufler, Institutionen – sie alle multiplizieren mit Gastbeiträgen ihre Reichweite. Im Netz und in Print-Medien. Viele haben einen Vorgeschmack dessen erhalten, was im Marketing mit verlegerischem Geschick steckt. Ein befreundeter Unternehmenscoach berichtete uns vor Kurzem, er befände sich seit Längerem im Gespräch mit dem größten Fachmagazin seiner Branche. Die zuständige Redakteurin warte aktuell auf seine Rückmeldung. Und vor allem auf seinen fertigen Fachbeitrag zum aktuellen „Sprengstoff-Thema“ der Branche. Das Problem: Die Veröffentlichung sei noch ungewiss, das genaue Thema nicht definiert und von einem fertigen Beitrag könne noch lange nicht die Rede sein. „Hauptsache, wir bleiben im Gespräch…“. Wir schütteln den Kopf.

Wenn der Beitrag nicht sitzt, schwimmt der Fall davon. Wer zwischenzeitlich zum Gastautor werden will, kann das schwer nebenbei tun. „Mal was veröffentlichen“ klappt, wenn viel Geld fließt. Keine Redaktion der Welt gibt mir ein Sprachrohr, ist mein Beitrag nicht zu hundert Prozent begehrenswert. Im Gegenteil, warnen Redakteure im Vorfeld: „Wir lehnen einen Großteil der eingesendeten Beiträge ab!“ Im Fall des Coaches hilft: Vergessen, das ich gerade werben will. Was interessiert den Leser? Was habe ich als Know How-Halter zu erzählen? Um welchen Beitrag würde sich die Fachredaktion reißen? Wer schwammig plant, verschwendet Energie . Im Erfolgsfall ist der Beitrag schneller online, als der Autor schauen kann; oder im Inhalt der nächsten Heft-Ausgabe eingeplant. Das kommt auf den Zuspruch des Gegenübers an.

Mit Gastbeiträgen von Null auf Hundert

planung-grafik Wer erfolgreich Gastartikel schreibt und veröffentlicht, arbeitet mit einem Plan. Die Infografik rechts zeigt die Möglichkeiten auf, mit denen eine Strategie für Themenwahl, Ansprache der Zielgruppe und die Wahl des gewünschten Mediums entsteht.

Beispiel 1: Der Gastautor hat ein konkretes Thema im Blick; das eigene Produkt ist damit verwandt. Daraus ergibt sich die Zielgruppe und die Auswahl eines oder mehrerer passender Medien.
Beispiel 2: Möchte ein Unternehmen eine bestimmte Zielgruppe erreichen, muss es Relevanz für diese spezifische Leserschaft herstellen und Probleme oder Interessen dieser Zielgruppe bedienen. Schließlich helfen das gewählte Thema und seine Leserschaft, um mögliche Redaktionen für eine Kontaktaufnahme einzugrenzen.
Beispiel 3: Der Gastautor zielt auf Auftritte in festgelegten Medien ab, wie Frauenmagazine oder technische Fachredaktionen. Die Leserschaft steht damit entweder automatisch fest, oder muss noch spezifiziert werden. Damit weiß der Autor bald, welches Thema er wählen muss, damit die Fachredaktion aufmerksam wird.

Den Bogen richtig spannen

Bei allen oben genannten Beispielen entscheidet über den Erfolg einer Veröffentlichung, ob der Autor es schafft, Relevanz herzustellen. Relevanz zwischen seinem Thema, dem gewünschten journalistischen Medium und dessen Leserschaft. Dabei kann der Autor gerne um die Ecke denken: Die Fragen „Wo hält sich meine Zielgruppe auf?“ und „Zu welchem Medium passt das, worüber ich schreibe?“ helfen beim Planen. Extremes Beispiel: Ein Industrie-Unternehmen aus der Kabelkonfektion wird in einem Lifestyle-Magazin für Frauen keinen Beitrag über die wirtschaftliche Situation der Branche unterbringen. Auch das Profilieren als fortschrittliches Unternehmen in Krisenzeiten wird hier auf taube Ohren stoßen. Ein Beitrag über den Einfluss weiblicher Führungskräfte in gewachsenen Wirtschaftszweigen findet mehr Gehör. Die Ideen sprudeln…

Gastartikel schreiben und Kontakt aufnehmen

Nehmen Sie als Gastautor der Redaktion Arbeit ab. Dazu gehört:

  • Prägnante Überschriften und Zwischenüberschriften wählen
  • Text nicht werbend gestalten
  • Thema objektiv ausführen, außer, die eigene Meinung ist gefragt
  • Klar gliedern; ein Gedanke nach dem anderen
  • Bilder mitliefern, die für die Veröffentlichung (rechtlich) in Frage kommen
  • Print-Redaktionen benötigen druckfähige Dateien (CMYK, 300dpi, TIFF, PDF und ähnliche)
  • Bildunterschriften definieren und Bildern zuordnen (am Ende des Beitrags)
  • Text für Abspann „Über den Autor“ mit Portraitfoto einfügen
  • Erklärende und ergänzende Grafiken mitliefern, wenn sinnvoll
  • Dokument mit Text, Bildern und Grafiken als einzelne Dateien versenden
  • Auf ZIP-Dateien verzichten (wer öffnet gerne gepackte Dateien eines Fremden?)
  • Quellen am Ende des Artikels hinterlegen (Links, Studien und ähnliches) und Belege im Beitrag kennzeichnen
  • Beitrag mit Spezialformaten wie Kurzinterviews oder Bilder-Serien aufwerten
  • Fließtext mit Absätzen für Infoboxen, Aufzählungen oder Tabellen ergänzen

Wer den Beitrag zu seinem Thema verfasst, kann selbstbewusst auf die ausgewählte Redaktion zugehen und den Beitrag zur Veröffentlichung anbieten. Dazu gehört, gegebenenfalls den zuständigen Redakteur im Impressum oder in einem verwandten Beitrag ausfindig zu machen und sich direkt durchstellen zu lassen. Wer niemanden erreicht, kann eine E-Mail schreiben. Das Vorgehen zur Kontaktaufnahme kommt auf die Redaktion an. Viele Verlage lassen Anrufer prinzipiell bei der Zentrale auflaufen. Eine Frage nach einem Zuständigen aus dem passenden Ressort führt über eine Warteschleife direkt zu einem Ansprechpartner. Die Chancen stehen hoch, dass er oder sie entweder gerade nicht am Platz ist oder kurz angebunden über seinen vollen Schreibtisch klagt. Kein Problem, wenn Ihre Story begeistert. Dran bleiben ist gefragt. Bis Redakteure einen externen Beitrag sichten, vergehen ein paar Tage bis Wochen. Es kann schneller gehen, wenn das Thema in der Redaktion gerade hoch im Kurs steht. Wer telefonisch, per E-Mail oder via Twitter, Google+ oder Facebook am Ball bleibt, kann den Prozess beschleunigen.

redaktion-gastautorDer Beitrag durchläuft noch eine interne Überarbeitung, bevor er online geht. Wenn der Beitrag wie die Faust aufs Auge passt, schleifen Redaktionen fein und veröffentlichen erfahrungsgemäß, ohne groß anzupassen. Ein kritischer Punkt ist die Überschrift, an der Journalisten gerne noch kürzen und tüfteln. Ihr Beitrag kann als Teil einer Reihe dienen. Achten Sie darauf, dass Sie als Autor und Ihr professioneller Hintergrund mit einem Verweis hervorgehen.

Ein „Nein“ ist ein halbes „Ja“

Eine Absage kann unterschiedlich ausfallen: Entweder, der Redakteur wünscht eine Überarbeitung des Artikels, oder der Beitrag „passt gerade überhaupt nicht ins Konzept“. In einem anderen Fall nimmt die Redaktion generell keine Beiträge fremder Autoren an, oder bittet Sie, sich zu einem späteren Zeitpunkt zu melden. In diesen Fällen macht es entweder ohnehin Sinn, den Beitrag einem anderen, gleichwertigen Medium anzubieten, oder eine Überarbeitung reißt das Ruder noch herum. Ein „Scheitern“ gibt es bei dieser Vorgehensweise nicht: Ihr Beitrag sucht die richtige Redaktion mit der richtigen Leserschaft.

Seite 2: Links, Autoren-Reputation und der Trendbegriff Content Marketing

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  1. […] anderer profitieren. Insbesondere im Content Marketing, wo es um Reichweite, Aufmerksamkeit, journalistischen Mehrwert, Vertrauen und Akzeptanz geht, bietet Guest-Blogging eine große Chance. Eric Kubitz von der CONTENTmanufaktur ging am […]

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