Das perfekte Briefi...
 
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Das perfekte Briefing


David-Elias Rosentritt
(@david)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 4
Themenstarter  

Seit Jahren versuchen wir, die perfekte Vorlage für ein Briefing zu erstellen. In nächster Zeit möchten wir nochmal ein wenig nachbessern und das bisherige Formular aktualisieren: https://wortliga.de/wp-content/uploads/2017/08/Briefing_Vorlage.pdf

Wie seht Ihr das als Texter? Deckt unser Formular alle wichtigen Punkte ab? Gibt es Lücken, die wir unbedingt füllen müssen?

Wir freuen uns auf Eure Ergänzungen und die Diskussion.

 


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Katarina F
(@katarina-f)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 21
 

Ich habe in meiner Briefing-Vorlage noch:

No-Gos (Was laut Kunde unbedingt zu vermeiden ist) und das Gegenteil:

Welche zwingend vorgeschriebene Aussagen, Formulierungen oder Schreibweisen gibt es?

 

Und bei den Vorbild-Beispielen möchte ich auch wissen, was daran konkret besonders gut ist!

 

Beim Lesernutzen finde ich wichtig: Was GENAU hat der User davon, diesen Text zu lesen, das Produkt zu bestellen etc. Überspitzt: Was ändert sich dadurch im Leben der Leser/Käufer? Warum ist das wichtig? Oft wird nämlich Nutzen mit Vorteilen (d. h. reiner Vergleich mit Fremdangeboten: Meins ist schneller, höher, witziger …) verwechselt bzw. gleichgesetzt.

Außerdem: Warum sollten Ihre Wunschkunden sich ausgerechnet für Sie und Ihr Angebot interessieren und dann entscheiden? Worin unterscheiden Sie sich von anderen (USP) und dann GANZ entscheidend: Was bedeutet das übersetzt für die Angesprochenen? (Wird oft weggelassen und nur Eigenlob aus der Wir-Perspektive aufgelistet, s. o. Nutzen versus Vorteile)


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David-Elias Rosentritt
(@david)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 4
Themenstarter  

NoGos und deren Gegenstücke sind eine sehr gute Ergänzung. White List und Black List sozusagen. Die anderen Punkte sind immer wünschenswert. Wie ist hier Deine Erfahrung? Sind Deine Kunden in der Regel bereit, das näher zu erläutern? 

In vielen Fällen erhalten wir unsere Briefings direkt von unseren Kunden. Dann ist unser Formular höchstens eine Ergänzung und wir fragen wichtige Punkte daraus ab, wenn sie noch nicht im Kundenbriefing stehen. Wenn wir nur unser Formular ausfüllen lassen, bleiben einige Punkte oft unausgefüllt. Dennoch denke ich, dass es richtig ist, möglichst viel per (Briefing-)Formular abzufragen. 


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Katarina F
(@katarina-f)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 21
 

Nun ja, mein Fragebogen wird tatsächlich auch selten vollständig ausgefüllt. Das Spektrum ist breit: Einige wenige nutzen ihn sogar als Vorlage für sehr ausführliche Beschreibungen und Selbstreflexion, sehr wertvoll für die Zusammenarbeit. Andere wieder schrecken Formulare einfach nur ab.

Der Kernpunkt: Ein perfektes Briefing auf Anhieb und ohne Vorerfahrung hat Seltenheitswert. Vielen unerfahrenen Auftraggebern ist nicht klar, dass es von ihrer Seite Aufwand bedeutet, Außenstehende in ihr Vorhaben einzuweihen und dass die auch nicht Gedanken lesen können, ihre Vorlieben nicht kennen. Briefen ist nun mal ein Muss, so etwas in der Richtung Onboarding neuer Mitarbeiter. 

MEIN Briefing-Fragebogen dient deshalb in erster Linie dazu, dass Anfragende eine konkretere Vorstellung darüber gewinnen und sich vorab gezielt Gedanken machen können bzw. sollten, was genau sie suchen. Und dies nachlesbar festhalten. Er hilft, Anforderungen auf den Punkt zu bringen, das Kennenlernen etwas abzukürzen, Missverständnisse und Nachfragen zu verringern – spart Zeit, Nerven und ist kostenlos.

Nicht jeder Abfragepunkt passt dabei auf jeden individuellen Fall. Einiges klären wir noch via E-Mail. Das alles ist selbstverständlich inklusive und nicht mit Extrakosten verbunden, sofern ich dann mit vertretbarem Aufwand etwas Briefingähnliches in Händen halte. Schließlich wird das ja Teil des verbindlichen Auf- und Vertrages. Deshalb meide ich inzwischen Telefonate.

Ich selektiere also auch: Wird es hier aufreibend oder unkompliziert? Ein spannender Prozess im Werden oder abgestumpfte Routine? Unausgegoren chaotisch oder gut durchdacht?

Wenn ich merke, der Weg zum Briefing wird länger, biete ich Beratung an, ein oder mehrere ausführliche Gespräche mit detaillierten Tipps und verbindlichen Absprachen. Das aber vergütet nach Stundensatz. Manche begreifen schon durch die Formular-Fragen, dass sie nicht bloß Texte, sondern ein umfassendes Konzept brauchen. Einige dagegen nicht … 

Wieder andere wollen keine Zusammenarbeit, sondern ein Abarbeiten von Vorgaben. Weiß ich das rechtzeitig, kann ich mich zumindest entscheiden, ob ich das möchte.


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David-Elias Rosentritt
(@david)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 4
Themenstarter  

Wir haben in unserem Anfrage-Formular nur sehr wenige Pflichtfelder. Die Hürde, einfach mal anzufragen, soll nicht zu hoch liegen. Das führt regelmäßig dazu, dass wir nach Preisangaben gefragt werden, die wir nur machen könnten, wenn uns ausreichende Briefing-Informationen vorliegen. Preislisten wären eine denkbare Lösung, allerdings nur, wenn die zum gegebenen Preis angebotene Leistung haarklein definiert wäre. Wie man es dreht und wendet...

Wir sind deshalb auch dazu übergegangen, das Briefing nicht als eigene Leistung anzubieten. Eine Ausnahme sind  größere, länger laufende Projekte, in denen das Briefing erstmal erarbeitet werden muss. In den meisten Fällen klappt es dann durch unser Nachfragen. Trotzdem haben wir noch nicht aufgegeben und versuchen weiter, unsere Briefing-Vorlage so zu optimieren, dass Auftraggeber es gerne ausfüllen und sich alle Beteiligten Zeit sparen. 😀 


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