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Habt ihr euch schonmal "vertextet"?


Jonas D.
(@jonas)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 21
Themenstarter  

Hey Leute,

ist euch das auch schonmal passiert? Ihr habt eure Arbeit abgeliefert. Einen Tag später fällt euch auf, dass ihr im Text einen richtig peinlichen Fehler gemacht habt. Oder sogar zwei...

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Mir ist das schon zwei mal beim gleichen Kunden passiert. Seitdem glaube ich, ich bin bei dem durch. Schließlich verkauft man sich als Text-Profi. Da kann der Kunde wohl erwarten, dass er ein 1A-Ergebnis bekommt...

worteffekt.de


Zitat
Susanne Vollrath
(@susanne-vollrath)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 5
 

Sollte nicht passieren, passiert aber. Solange kein zweites Hirn lektoriert sogar ziemlich wahrscheinlich ... Und selbst dann passierts...

Der peinlichste Fehler meiner Laufbahn: Auf dem Titel eines Gartenmagazins wollten wir "Knackfrische Salate" anpreisen. Leider hat jemand das "n" vergessen - und mir ist es bei der Schlussredaktion nicht aufgefallen. Zum Glück hat die Repro aufgepasst und das "n" wanderte noch vor dem Druck aufs Titelblatt. 

Bei der Tageszeitung hatte ich unserem Bürgermeister mal eine CDU-Mitgliedschaft angedichtet, obwohl er als unabhängiger Kandidat in den Wahlkampf gestartet war. Hat viel Altpapier produziert, weil die Seite noch mal neu gedruckt wurde. Übrigens hat er wenig später seine Parteimitgliedschaft offengelegt: CDU 😉

Was war denn dein peinlicher Fehler? Schreibst du Print oder online? Online lässt sich ja vieles noch korrigieren.... Leichter als gedruckt zumindest. 


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Gidon Wagner
(@gidonwagner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 57
 
Veröffentlicht von: @jonas

Hey Leute,

ist euch das auch schonmal passiert? Ihr habt eure Arbeit abgeliefert. Einen Tag später fällt euch auf, dass ihr im Text einen richtig peinlichen Fehler gemacht habt. Oder sogar zwei...

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Mir ist das schon zwei mal beim gleichen Kunden passiert. Seitdem glaube ich, ich bin bei dem durch. Schließlich verkauft man sich als Text-Profi. Da kann der Kunde wohl erwarten, dass er ein 1A-Ergebnis bekommt...

Mir fällt dazu ein:

 

  • Kunden wollen zwar fehlerfreie Texte (hoffen darf man ja), aber ein Profi wird bei einem Freiberufler Verständnis zeigen. Fehler passieren und deswegen gibt es Lektorat und Korrektorat.
  • Wenn mir Fehler passieren, entschuldige ich mich.
  • Wenn der Kunde daraus ein Problem macht, habe ich entweder Schrott abgeliefert (und muss das reflektieren), oder seine Ansprüche sind unrealistisch. Er muss er sich vielleicht über seine Prozesse Gedanken machen. Autoren passieren Fehler, die wenigsten arbeiten fehlerfrei (und dann fehlt es an anderer Stelle).
    • Ich übertreibe mal: Der Kunde muss sich fragen, was er will: Einen kreativen Kopf, der die richtige Sprache für seine Zielgruppe spricht? Oder jemanden mit der Mentalität "Buchhalter" – prüft alles fünf mal, macht keine Fehler, überrascht aber auch nicht mit neuen Gedanken (nichts gegen Buchhalter!) 😀 
  • Trotzdem: Fehler müssen Ausnahmen sein. Diesen Anspruch muss man finde ich als Texter, Journalist, Autor, Dienstleister haben. Wer schlampig arbeitet und unfertige Texte abliefert, braucht einen Lektor oder sollte sich das mit der Schreiberei noch mal überlegen.

 


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Katarina F
(@katarina-f)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 21
 

Kleinere Fehler? Ja, klar, passiert. Auch wenn es mich am allermeisten ärgert, ich habe da schon einen hohen Anspruch an meine Textqualität. Das melde ich natürlich sofort und konnte bisher immer rechtzeitig korrigiert werden. Andere Male interessierte es auch niemanden, alles möglich!

Ich habe aber schon ein, zwei Male "richtig" getextet und trotz ausführlichem schriftlichem oder telefonischem Briefing und Beispieltext nicht den "richtigen" Ton getroffen oder der Kunde wollte eigentlich etwas anderes als vermeintlich mitgeteilt. Das ist ja irgendwie auch vertextet 😏 und immer unschön. Meine inkludierte Korrekturrunde deckt so etwas natürlich nicht ab. Da kann die Leistung dann schon mal unbezahlt bleiben. Knirscht es schon beim Briefing zu sehr, steige ich seither lieber vorzeitig aus und lehne ab. Viel Bauchgefühl und Erfahrungswerte dabei, ja.


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Gidon Wagner
(@gidonwagner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 57
 

@katarina-f In Aufträgen mit mehreren Texten hat sich bei uns eine Test-Runde bewährt. Der Kunde gibt zu einem Test-Text Rückmeldung und das beherzigen wir dann für die restlichen Texte. 


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