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Texter-Berufsbild: Welche Jobs, Typen und Karrieren gibt es?


Gidon Wagner
(@gidonwagner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 57
Themenstarter  

Inspiriert durch das Thema im internen Bereich "Was machst du beruflich? Texter. "Hä, was?" hatte ich die Idee, das Berufsbild "Texter" hier zu zeichnen. Für alle, die mit einem Texter in Kontakt kommen oder für alle Texter, die erklären wollen, was sie tun.

Diese Texter-Typen und Berufsbilder kenne ich:

  • Der klassische Werbetexter (hat gute Kontakte meist zu Werbeagenturen, ist ein Meister der Kreativität, erfindet Namen, Werbeslogans, betextet Flyer, Plakate. Verdient gutes Geld, hat oft noch wenig Ahnung von Online-Texten)
  • Der SEO-Texter (In präkerer Situation, verkauft sich und seine Texte für ein paar Cent pro Wort, manchmal ein echtes Talent, das sich aber unter Wert anbietet. Auch oft zu finden als...:
  • Textbörsen-Texter (nimmt, was kommt, schreibt meistens für Online-Shops oder Agenturen, Portale, tritt als menschliche Schreibmaschine auf, ist manchmal ein echtes Talent, schafft hoffentlich bald den Absprung zum eigenen Kundenstamm und raus aus der Anonymität)
  • Der feste Freie für einen Unternehmensblog (hat es zum Glück zu einem oder mehreren festen Kunden geschafft, sie beauftragen ihn regelmäßig. Er ist in Redaktionskonferenzen dabei, arbeitet eigentlich fast wie ein Journalist in einer Redaktion, nur dass es meistens um Werbung im Gewandt des Journalismus geht)
  • Der Agentur-Texter (oft gut bezahlter Texter für Agenturen, ist gut versorgt über Bestandskunden)
  • Der Journalist, der jetzt sein Glück in der freien Wirtschaft versucht, nachdem seine Stelle weg-rationalisiert wurde (kann überall oben vorkommen)

Witzigerweise habe ich selbst als Texter fast alle diese Stationen durch. 🤣 

Was fallen Euch für Beschreibungen oder Geschichten ein, die Texter und ihr Berufsbild skizzieren?

LG
Gidon

Dieses Thema wurde geändert Vor 4 Wochen von Gidon Wagner

Zitat
Katarina F
(@katarina-f)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 21
 

Ja, Texter können heute dank Internet weit mehr sein als die klassischen Copywriter, es bilden sich mehr und mehr Spezialisierungen heraus.

  • Die Website-Texterin (ist meist zugleich auch Konzeptionerin, die Kleinst-KMUs klarmacht, dass eine Homepage als Online-Visitenkarte mit nicht viel mehr als Kontaktdaten schon lange nicht mehr ausreicht. Selbst für alteingesessene Familienunternehmen mit rein lokalem Kundenstamm. Leistet Interview- und Überzeugungsarbeit, schnitzt daraus ein wiedererkennbares Unternehmensprofil ohne austauschbare Textbausteine, das den Auftraggeber begeistert)
  • Der Ghostblogger, der nach Redaktionsplan im Akkord fortlaufend Nachschub für lukrative Blogs und Portale kreiert.
  • Die Ghostwriterin, die für den wachsenden Berg namhafter Experten das nächste Selfpublishing-Book aus Inhaltsverzeichnissen, Skizzen und Stichwortlisten zusammenschreibt. Und keinen Verlagsvertrag mit Umsatzbeteiligung bekommt 😉 
  • Social-Media-Content-Creators, die Spaß daran haben, im Auftrag auf Facebook, Instagram & Co à la Fließband spannende Posts zu produzieren, die Communitys bei Laune zu halten und auch mal böse Kommentare gekonnt zu händeln.
  • Corporate-Communication-Texterin für Newsletter, Advertorials, Flyer, Imagebroschüren und Pressemitteilungen, möglichst noch mit eigenem Presseverteiler und belastbaren PR-Drähten.

AntwortZitat
David-Elias Rosentritt
(@david)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 4
 

Nicht zu vergessen sind auch all jene, deren Texte nicht oder nur bedingt für die "Öffentlichkeit" bestimmt sind. Auch Leitfäden, Handlungsanweisungen, Betriebsanleitungen und interne Informationsschreiben sollten sich gut lesen.


AntwortZitat
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