„Jeder hat sein eigenes Gut“, tönte es in der BAUHAUS-Werbung. Gilt das auch für Texte? Ja, und nein: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Also muss der Text vor allem dem Leser gefallen. Aber auch Dir, sonst fehlt der Charme in Deinen Zeilen.

Was ist ein guter Text?

1. Er ist ein wertvolles GUT für Deine Leser

Ein Text ist zum Beispiel ein wertvolles Gut, weil er subjektiv der Zielgruppe gefällt. Er löst ein Problem oder befriedigt ein Bedürfnis. Er stimmt den Leser zuversichtlich, unterhält ihn und hilft ihm dabei, eine konkrete Sache zu tun. Versetze Dich in Deine Leser und frage Dich, wie Du ihnen am besten weiterhelfen kannst. So entsteht wahrscheinlicher ein Text, den Deine Leser auch als gut wahrnehmen. Ein Text, der für Deine Leser ein wertvolles Gut ist, wird wahrscheinlich auch für Dich zu einem Gut, das Dich bekannter, reicher, zufrieden macht. Dich inspiriert. Mehr zum Thema in meinem Artikel über zielgruppengerechtes Schreiben.

Übrigens: Wenn Du Schüler bist, ist Deine wichtigste Zielgruppe der Lehrer – seine Anforderungen an Deine Texte sind die Richtschnur. Was Du privat schreibst, steht auf einem anderen Blatt.

2. Deine Leser verstehen ihn

  • Vermeide lange Sätze und lange Wörter
  • Setze Adjektive sparsam ein
  • Benutze kein Passiv und kein Amtsdeutsch in Deinen Texten
  • Fasse Dich kurz, aber schreibe in angenehmer Sprachmelodie
  • Vermeide Fremdwörter, erkläre sie, wenn Du nicht ohne Fachsprache auskommst
  • Reiße keine Satzteile auseinander
  • Strukturiere Deine Texte:
    • Ein Gedanke pro Satz
    • Gliedere mit Zwischenüberschriften
    • Gestalte Deine Absätze nicht zu lang (acht Zeilen pro Absatz sind ein guter Richtwert, schau aber auf Dein Layout und was darin gut aussieht. Auch auf dem Smartphone muss sich der Text angenehm lesen.)
    • Wenig Schachtelsätze, viele Hauptsätze
    • Bringe das Wichtigste zuerst ins Gespräch (das gilt für jeden Satz und auch für den Text insgesamt)

Tipp 1: In meinem kostenlosen Online-Kurs lernst Du, besser zu schreiben und zu formulieren.

3. Ein guter Text bedient unterschiedlich tiefe Interessen am Thema

Manche Leser wollen nur das Wichtigste zum Thema wissen, andere wollen sich tiefer einlesen. Du kannst beide zufriedenstellen, indem Dein Text im oberen Teil dicht gedrängt viele Aspekte behandelt, weiter unten konzentrierst Du Dich ausgiebiger mit Details.

4. Ein guter Text passt zur Situation und zum Medium des Lesers

Wenn Du mit Teig an den Händen nach Tipps für Deinen Kuchen suchst, willst Du nicht erst etwas über die Geschichte des Backens lesen. Wer sich geschnitten hat, braucht im Text sofort Hilfe. Und generell will niemand allgemeine Philosophie über das Thema, wenn er über Google etwas Konkretes sucht. Manche Themen sind auch nichts für einen Text sondern verlangen nach einem anderen Format – zum Beispiel Vorlagen bei Bewerbungsschreiben oder Videos bei einem Tutorial. Siehe dazu meinen Artikel zum Thema zielgruppengerechtes Schreiben im Punkt: Hol den Leser in seiner Situation ab.

5. Es macht Dir Freude, ihn zu schreiben

Dieser Punkt kommt oft zu kurz: Die besten Texte entstehen mit Freude und Enthusiasmus. Denkst Du beim Schreiben schon an die vielen zufriedenen Menschen, denen Du damit einen guten Dienst erweist? Hast Du richtig Bock auf das Thema? Willst Du einen geilen Text schreiben, oder willst Du einfach nur das Blatt vollkriegen? Deine Einstellung und Deine Lust aufs Thema unterscheidet Deinen Text von anderen. Auch, wenn es naiv klingt: Hab Freude beim Schreiben und schreibe nicht, wenn Du dabei keine Freude empfindest. Dann werden Deine Texte nicht nur gut, sondern besser – wertvolle Güter für Deine Leser.

Tipp 2: Benutze die kostenlose WORTLIGA Textanalyse als Hilfe für bessere Texte.

Bild von Florian Pircher auf Pixabay

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