Medien-Echo · BILD
BILD: bild.de bei Klartext-Studie auf Platz 1
Das reichweitenstarke Nachrichtenportal BILD.de greift unsere umfassende Textanalyse von 16 deutschen Medien auf und beleuchtet die Erfolgsfaktoren verständlichen Journalismus.
30. Juli 2026 · Medien-Echo · Bericht auf BILD · zusammengefasst von der WORTLIGA-Redaktion
Deutschlands größtes Nachrichtenportal BILD hat die Ergebnisse der aktuellen WORTLIGA-Medienstudie ausführlich aufgegriffen. Unter der Überschrift „Verständlicher als andere Medien“ beleuchtet der Artikel unsere Analyse von über 11.000 Texten aus 16 deutschen Nachrichtenportalen. Besonderes Augenmerk legt die Redaktion dabei auf den eigenen Spitzenplatz: Mit 61,4 von möglichen 100 Punkten führt bild.de das Verständlichkeits-Ranking an.
Kurze Sätze als Schlüssel zum Erfolg
Wie der Bericht der BILD treffend herausstellt, ist das zentrale Mittel für hohe Textverständlichkeit die Satzlänge. Dem Artikel zufolge kommt bild.de auf durchschnittlich 11,5 Wörter pro Satz, während das Schlusslicht des Rankings, die FAZ, bei 15,9 Wörtern liegt. Das Portal zitiert dazu pointiert WORTLIGA-Gründer Gidon Wagner: „BILD nutzt dabei keine ‚leichte Sprache‘, sondern schreibt für alle: vom Uni-Professor bis zum Schüler.“ Die gut strukturierte Aufbereitung erlaube es, Texte schnell zu erfassen – was Lesern mit wenig Zeit ebenso helfe wie jenen mit geringerer Lesekompetenz.
Klartext gegen Amtsdeutsch
Ein weiterer Fokus des BILD-Artikels liegt auf den bemerkenswerten Unterschieden bei den öffentlich-rechtlichen Angeboten. ZDF heute landet auf einem starken dritten Platz, während tagesschau.de nur den elften Rang erreicht. Die BILD-Redaktion greift dazu die Daten unserer Software auf: „Unsere Daten zeigen bei der Tagesschau eine extrem hohe Dichte an Passivkonstruktionen. Das erzeugt Distanz und erschwert den Lesefluss“, wird Wagner zitiert. Es entstehe der Eindruck: Klartext (ZDF) gegen Amtsdeutsch (ARD).
Tücken im redaktionellen Alltag
Darüber hinaus thematisiert der Beitrag ein bekanntes journalistisches Problem, das unsere Studie deutlich belegt: Gastbeiträge von Experten ziehen den Verständlichkeits-Schnitt oft spürbar nach unten. Die BILD übernimmt hier die Empfehlung von WORTLIGA, solche oft fachsprachlich geprägten Texte intensiver redaktionell zu bearbeiten. Interviews hingegen erweisen sich in der Auswertung als durchweg verständlichere Textform.
Mehr zur Untersuchung: Alle Details, die Methodik und das komplette Ranking finden Sie in unserer vollständigen Erhebung: Wie verständlich berichten deutsche Online-Medien? Der Originalbeitrag der BILD ist hier zu finden: Verständlicher als andere Medien: bild.de bei Klartext-Studie auf Platz 1