Medien-Echo · KOM.de

KOM.de: Nur jede dritte Pressemitteilung ist verständlich geschrieben

Das Fachmagazin KOM greift unsere umfangreiche Untersuchung von über 3.200 Pressetexten auf und beleuchtet, warum Krankenhäuser und Behörden oft an der journalistischen Praxis vorbeikommunizieren.

30. Juli 2026 · Medien-Echo · Bericht auf KOM.de · zusammengefasst von der WORTLIGA-Redaktion


Symbolbild: KOM.de: Nur jede dritte Pressemitteilung ist verständlich geschrieben
Symbolbild: WORTLIGA

Das Fachmagazin für Kommunikation KOM.de hat die jüngsten Daten der WORTLIGA-Textanalyse aufgegriffen. In einem Beitrag berichtet das Medium detailliert über unsere Untersuchung von 3.235 Pressetexten, die im November 2025 auf dem reichweitenstarken deutschen PR-Portal Presseportal.de veröffentlicht wurden.

Hohe Qualitätsmängel bei Pressetexten

Unter dem Titel „Pressemitteilungen oft unverständlich“ hebt das Fachportal die Kernerkenntnis unserer Auswertung hervor: Nur etwa jede dritte Pressemitteilung (33 Prozent) erzielt ein gutes oder zumindest akzeptables Ergebnis bei der Lesbarkeit. KOM.de verweist zudem auf die kritische Quote von knapp zwölf Prozent der Mitteilungen, die unsere Analysten als „medial kaum vermittelbar“ einstufen mussten. Wie der Medienbericht richtig betont, erschwert ein WORTLIGA-Score von unter 40 Punkten Redaktionen die mediale Weiterverarbeitung der PR-Texte erheblich.

Sprache als Instrument der Distanzierung

Einen wichtigen Fokus legt der Artikel auf branchenspezifische Gefälle. KOM.de greift positiv auf, dass eigentlich sperrige Themen wie „Kraftstoffpreise“ in der Praxis sehr leserfreundlich aufbereitet wurden. Die roten Laternen verteilen sich hingegen auf Organisationen aus Rechtsprechung, Logistik und auf Krankenhäuser, die oft besonders kompliziert texten.

Passend dazu greift das Redaktionsteam ein Fazit von WORTLIGA-Geschäftsführer Gidon Wagner auf. Dieser warnt vor einer großen Kluft in der Corporate Communication: „Besonders in sensiblen Bereichen wie der Gesundheit, Finanzen oder bei Krisenthemen verstecken sich Absender – vielleicht auch ungewollt – hinter Schachtelsätzen und Nominalstil. Autoren nutzen Sprache hier als Instrument zur Distanzierung statt als Brücke zum Leser“, zitiert das Magazin den WORTLIGA-Chef.

Wir freuen uns über die differenzierte Betrachtung unserer Daten durch eines der wichtigsten deutschen Leitmedien für Kommunikations-Profis.

Quelle zum Originalartikel:
Pressemitteilungen oft unverständlich (KOM.de, 28.01.2026)