Textverständlichkeit

Viele Texte sind nur erfolgreich, wenn sie leicht verständlich sind. Das gilt für Facebook-Posts wie für Werbebroschüren und Pressemitteilungen. In diesem Zusammenhang sprechen wir von Textverständlichkeit.

Modelle wie das Hamburger Verständlichkeitsmodell geben Kriterien für die Verständlichkeit von Texten vor, an denen Du Dich orientieren kannst. Zusätzlich spielt es eine Rolle, an welche Zielgruppe sich Dein Text richtet und in welchem Kontext er erscheint.

Mit diesen Methoden prüfst Du Textverständlichkeit

Wenn Du herausfinden willst, wie verständlich Dein Text ist, kannst Du Dich an Ansätzen aus der Forschung zur Textverständlichkeit orientieren. Zu den wichtigsten gehören:

  • Hamburger Verständlichkeitsmodell
  • Karlsruher Verständlichkeitsmodell
  • Interaktionaler Ansatz von Groeben

Folgende Empfehlungen tauchen in verschiedenen Modellen auf:

  • Verwende kurze Sätze und Wörter
  • Schreibe möglichst aktiv
  • Vermeide Fremdwörter, den Nominalstil, Abkürzungen und Füllwörter
  • Gliedere Deinen Text logisch und mache ihn durch Überschriften, Absätze und Ähnliches lesbarer

Mit dem Wortliga Textanalyse Tool prüfst Du Texte auf diese und andere Kriterien und erhöhst ihre Verständlichkeit.

Welche Rolle die Zielgruppe für die Textverständlichkeit spielt

Wie leicht oder schwer verständlich ein Text ist, hängt auch von der Zielgruppe ab. Frage Dich deshalb, bevor Du Texte verfasst:

  • Welche Voraussetzungen bringt meine Zielgruppe mit?
  • Was erwartet sie sich von meinen Texten?
  • Welche Rolle spielen meine Texte in einem größeren Zusammenhang, zum Beispiel einer Webseite?
  • Was will ich mit meinen Texten erreichen?

Grundsätzlich haben Leser von wissenschaftlichen Aufsätzen andere Erwartungen als Besucher von Online-Shops. 

Leichte Verständlichkeit ist nicht immer gleich wichtig

Textverständlichkeit ist in vielen Fällen ein entscheidendes Kriterium. Besonders gilt das für Online-Texte. Denn im Internet ist die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen sehr kurz.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Im wissenschaftlichen Bereich ist es teils notwendig, komplizierte Formulierungen zu verwenden, um einen Sachverhalt richtig auszudrücken. In der Literatur kann eine kunstvolle Sprache mit vielen Metaphern und ausgefallenen Satzkonstruktionen ein Stilmittel sein, das den Lesegenuss erhöht. In beiden Bereichen empfinden manche Leser eine „zu einfache Sprache“ sogar als störend.