Lesbarkeit

Die Lesbarkeit von Texten ist ein wichtiges Kriterium in Zusammenhang mit Textverständlichkeit. Sie hängt zum einem vom Aufbau des Textes und von der Typografie ab. Zum anderen spielen die Länge von Wörtern und Sätzen eine zentrale Rolle. 

So funktioniert ein Lesbarkeitsindex

Mit einem Lesbarkeitsindex lässt sich die Lesbarkeit von Texten berechnen. Entscheidende Kriterien dafür sind:

  1. Die Wortlänge (Anzahl der Silben und je nach Index auch der Buchstaben)
  2. Die Satzlänge (Anzahl der Wörter)

Am bekanntesten ist der Flesch-Reading-Ease beziehungsweise Flesch Index, der auf Rudolf Flesch zurückgeht. 

Den Flesch-Wert für deutsche Texte berechnest Du mit folgender Formel:

Flesch-Wert = 180 – ASL – (58,5 * ASW)

ASL ist die durchschnittliche Satzlänge. Sie ergibt sich, indem Du die Anzahl aller Wörter in einem Text durch die Anzahl aller Sätze dividierst. Für die durchschnittliche Silbenzahl je Wort (ASW) dividierst Du die Anzahl aller Silben im Text durch die Anzahl aller Wörter. 

Das Ergebnis ist ein Wert zwischen 0 und 100. Dabei gilt: Je höher der Wert, desto leichter verständlich ist der Text. 

81 – 100 Sehr leicht Werbeslogans, einfache Comics
66 – 80 Leicht Boulevardzeitungen, Kochrezepte, Werbetexte
51 – 65 Mittelschwer Onlinezeitungen
41 – 50 Etwas anspruchsvoll Viele Tageszeitungen
20 – 40 Anspruchsvoll Feuilleton in der ZEIT
0 – 20 Sehr schwierig Akademische Fachartikel, Vertragssprache

Wenn Du für ein breites Publikum schreiben willst, achte auf einen hohen Flesch Index. Das Wortliga Textanalyse Tool gibt Dir den Wert für jeden Text, den Du einfügst.

Ist er zu hoch, beginnst Du damit, Wörter zu kürzen und/oder schwierige Wörter durch mehrere einfache zu ersetzen. Im zweiten Schritt machst Du Dich auf die Suche nach Schachtelsätzen und teilst diese in kleinere Sätze auf. Du wirst merken: Einen niedrigeren Flesch-Wert zu erreichen, ist nicht einfach, aber es lohnt sich. 

Andere Faktoren für die Lesbarkeit

Wie gut lesbar ein Text ist, hängt auch von seiner Formatierung ab. Absätze, Zwischenüberschriften und sparsam eingesetzte Fettungen erleichtern das Lesen. Sie machen es möglich, Texte zu scannen und die zentralen Informationen schnell herauszufiltern. Gerade online ist Scanbarkeit eine wichtige Eigenschaft von Texten. Schließlich ist die Aufmerksamkeitsspanne im Internet kurz.