Macht künstliche Intelligenz Texter bald überflüssig?

künstliche Intelligenz Texter

Steven Hawking befürchtete, an künstlicher Intelligenz könnte die Menschheit eines Tages zugrunde gehen. Werden Texter das erste Opfer der KI sein und schon bald von der Landkarte der Berufsstände getilgt?

Was kann KI leisten?

Im März dieses Jahres erschien ein Remake des Liedes „My Name Is“ von Eminem. Der Clou: der komplette Text des Liedes und die Stimme stammen von einer künstlichen Intelligenz. Nicht nur der Klang der Stimme ähnelt auf verblüffende Weise dem Original. Auch der Songtext kommt sehr nahe an den Stil des Originals von 1999 heran. Allerdings mit aktuellen Referenzen aus der Popkultur. Man hat die KI mit genug Daten gefüttert, um einen überzeugenden Deep-Fake zu schaffen.

KI textet und performt Nirvana-Song

Diskutiere mit uns: Macht künstliche Intelligenz Texter bald arbeitslos?

Sie texten bereits Wetter- und Fußballspielberichte oder schreiben Börsennews. Auch für viele Produkttexte scheint die KI ein guter Ersatz für ihre menschlichen Nebenbuhler zu sein. Bei namhaften Unternehmen wie Euronics, Home24, Otto und Zalando steht die KI bereits auf den Gehaltszetteln.

Was denkst Du? Werden Roboter uns Autoren bald ersetzen? Schreib Deine Sicht in die Kommentare!

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12 Kommentare
  1. Sven
    Sven sagte:

    Ich denke schon, dass das gehen wird bei Texten, die immer auf ähnliche Weise geschrieben werden. Die Frage ist dann eher, zu welchen Preis menschliche Texter arbeiten müssen, um noch mit der Maschine mitzuhalten.

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  2. Lieselotte Wever
    Lieselotte Wever sagte:

    Wohin die Reise da noch führen wird? Ich sehe da viel Luft nach oben. Für anspruchsvolle Qualitätstexte wird es für Texter, die ihr Handwerk beherrschen, wohl noch viele Jahre lang gut zu tun geben.

    Eng dürfte es bald für solche „Texter“ werden, die einfach nur Wörter aneinander reihen, irgendwelchen Content produzieren, Hauptsache viele Wörter, oft im Akkord. Das schafft KI demnächst schneller und billiger. Es könnte auch das Aus für Textbörsen bedeuten.
    Allerdings wird KI nicht auf diesem Niveau stehen bleiben. KI entwickelt sich stetig weiter. Was KI vorerst auf längere Sicht nicht wird leisten können: Betreuung und Beratung der Kunden und es menscheln lassen.

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  3. Gabriele von Szada-Borriszkowski
    Gabriele von Szada-Borriszkowski sagte:

    Immerhin kann ja auch jeder bzw jeder schreiben, indem er buchstaben aneinander reiht, und dennoch ist nicht jeder zum schriftsteller berufen, sehe es wie Lieselotte Wever

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  4. Heike von Schöneberg
    Heike von Schöneberg sagte:

    Bisher muss entsprechende Software ja noch durch den Menschen „gefüttert“ werden, also dieser muss die relevanten Daten bereitstellen. Ob das so viel schneller geht als gleich zu schreiben, sei dahingestellt. Aber beispielsweise bei Produktbeschreibungen in großer Anzahl kann ich mir das schon vorstellen. Dass Texter irgendwann nicht mehr benötigt werden, befürchte ich nicht, da es zu viele Themen gibt, die individuell abgehandelt werden müssen. Bisher ist entsprechende Software auch nicht billig und meistens abonniert werden. Das rechnet sich wahrscheinlich für „kleine“ Auftraggeber nicht so.

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  5. Alexandra D. Roth
    Alexandra D. Roth sagte:

    Hi 😊 ich persönlich finde den Gedanken zwar komisch, könnte mir aber vorstellen, dass es funktioniert. Ich finde es jetzt schon erstaunlich, wie gut „Schreibstilprüfer“ in Programmen arbeiten. Also für Sachtexte und so, kann das sicherlich irgendwann kommen. Doch meine Ideen und meine Fantasie ersetzt kein Computer;)

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  6. Matt Bulow
    Matt Bulow sagte:

    Es gibt noch keine wahre künstliche Intelligenz, die Allgemeinwissen und abstrakte Konzepte verstehen und korrekt nutzen kann. Bis es soweit ist (20-100 Jahre vermutlich), werden Texter noch viel zu tun haben.

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  7. Juergen Will
    Juergen Will sagte:

    Dann soll so eine KI mal ein Interview mit einem Rockstar führen oder ein Albumreview verfassen. Natürlich muss die KI sich das Album auch anhören und bewerten.
    Es mag sein, dass simple Texte für Kataloge oder Produktbeschreibungen durch eine KI erstellt werden können, aber alles was mit einer gewissen Emotion und Fachwissen zu einem Thema zu tun hat, wird die KI nie verfassen können. Ich schreibe neben meiner Tätigkeit als Musikjournalist, auch Presseinfos und Linernotes sowie Bios für Musiker/Bands, bin Krimiautor und schreibe darüber hinaus noch Amazon-Texte, Blogs und komplette Inhalte für Homepages. Bei all diesen Beispielen geht es nicht darum in irgendeiner Form Wörter zu Sätzen aneinanderzureihen, sondern Texte mit echten Inhalten zu füllen, die teilweise aus Erinnerungen, speziellen Fakten, die schwer zu recherchieren sind (da teilweise nur offline verfügbar) und Emotionen anzureichern. Das macht einen Text aus.
    Probiert doch einfach mal aus, was ein Text-Spinner erschafft. Das sind nicht einmal 1ct Texte für Content de. 😉

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  8. Annette Jarosch
    Annette Jarosch sagte:

    Wie oben schon mehrmals betont: KI kann Kreativität und das phantasievolle Spielen mit Worten, Emotionen, persönlichen Erfahrungen und daraus resultierenden Geschichten nicht ersetzen. Und darauf kommt es an bei wirklich guten Texten, die über eine rein faktische Beschreibung hinausgehen. Hier wird sich qualitativ mehr und mehr die Spreu vom Weizen trennen. 🙂

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    • Jonas Kiener
      Jonas Kiener sagte:

      Hallo Annette,
      Dein Kommentar hat in der Verlosung gewonnen! Du erhältst Deinen Textanalyse Premium Zugang in Kürze per E-Mail 🙂

  9. Nadja Müller
    Nadja Müller sagte:

    Ich glaube, das wird in der Breite kommen. Wenn man sich anschaut, wie sich zum Bsp. Google Translate entwickelt hat. Das geht weit über einzelne Wörter hinaus, erfasst jetzt schon den Kontext. Das wird mit Fließtexten auch gelingen – schließlich sind Emotionen am Ende auch nur bestimmte Formulierungen, Muster und damit von einer KI locker zu leisten. Die hat auch eine größere Sprachvielfalt, weil sie sich mehr merken kann. Ich sehe schwarz für unseren Job, lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.

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  10. Leonie Liebermann
    Leonie Liebermann sagte:

    Stereotype Texte mit rein technischem SEO-Anspruch werden eher früher als später auch mittels K.I. verfasst werden können. Den Mehrwert, emotionale Schwingungen und Zwischentöne, welche den Lesegenuss für LeserInnen ausmachen, werden Maschinen jedoch nie so zu transportieren vermögen, wie TexterInnen aus Fleisch und Blut.

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