Bist Du ein guter Texter? Dann nutze Deine Fähigkeiten und die Bekanntheit der WORTLIGA Textanalyse, um jetzt neue Aufträge an Land zu holen. Überzeuge Kunden, ihre Texte von Dir überarbeiten zu lassen – mit einer einfachen Analyse und den folgenden fünf Schritten. So steuerst Du Dich mit frischen Aufträgen besser durch die Krise.

Neue Aufträge gefällig? Dann hol sie Dir – aber richtig!

Ich hasse Kaltakquise. Ich mag es nicht, fremde Menschen zu nerven, sie zu unterbrechen, ihre Zeit zu verschwenden. Aber ich liebe es, anderen weiterzuhelfen; mit dem, was ich richtig gut kann: Schreiben! Und mit diesen Text-Fertigkeiten kann ich mir als Texter gezielt neue Aufträge holen, auch in Krisenzeiten. Denn manchmal muss Kaltakquise sein – aber dann richtig, ohne zu nerven, sondern hilfreich. In fünf Schritten zum neuen Interessenten:

Schritt 1: Such Dir Firmen aus, für die Du gerne schreiben würdest

Du hast schon viel für Anwälte getextet? Dann frag Tante Google nach ein paar Adressen. Du hast viel Erfahrung mit Verkaufstexten? Dann halte Ausschau nach passenden Online-Shops oder suche bei Amazon oder eBay Kleinanzeigen.

Am liebsten spreche ich mit potenziellen Kunden, die mir auf den ersten Blick sympathisch sind. Dann stimmt die Chemie öfter und ich habe ein gutes Gefühl beim Schreiben.

  • Zu welchen Themen hast Du schon viel gearbeitet? Welche Branchen könnten jetzt offen für eine Optimierung sein? Das sollte die Leitfrage für Dich sein, wenn Du nach potenziellen Auftraggebern Ausschau hältst.

Tipp: In der aktuellen Coronakrise macht es mehr Sinn, Dich in Branchen aufzuhalten, die gerade nicht vor einem Scherbenhaufen stehen. Anwälte sind deswegen ein doppelt gutes Beispiel für diesen Artikel. Online-Händler, natürlich. Lieferdienste, eh klar. Aber auch Geschäfte und Firmen, die gerade nach Aushilfen suchen und ihre Inserate ins Netz stellen, könnten gute Ansprechpartner sein. Auch bei IT-Unternehmen gibt es viele mittlere und kleine Firmen, die dankbar für Texter-Hilfe sind.

Konzentriere Dich auf kleine und mittelgroße Firmen

Für kurzfristige Aufträge empfehle ich Dir kleinere Unternehmen, die obendrein trotz Krise weiterarbeiten können. Bei großen Firmen wirst Du länger auf Entscheidungen warten und die Wahrscheinlichkeit ist kleiner, dass Du mal eben einen Auftrag bekommst. Wirf einen Blick in Deinen Kundenordner und lass Dich inspirieren, welche Unternehmen Du googeln und anschreiben könntest.

Es müssen keine Websites sein

eBay Kleinanzeigen, Amazon, Fiverr – es gibt viele Plattformen, auf denen sich Unternehmer präsentieren. Auch hier kannst Du Firmen und anderen Selbstständigen weiterhelfen; mit der Vorgehensweise, die ich Dir hier vorstelle.

Schritt 2: Analysiere einen Teil der Seite mit der Textanalyse

Anstatt einfach anzurufen oder Dich nach dem Prinzip wolle Rosse kaufen? bei Deinem Wunsch-Auftraggeber anzubieten, wirfst Du einen seiner Texte in die WORTLIGA Textanalyse. Von den Ergebnissen der Analyse machst Du samt Beispieltext einen Screenshot – so lieferst Du dem Kunden ein leicht verständliches Bild vom Zustand seines Textes. So sieht der Kunde auch, dass Deine Vorschläge unabhängig geprüft und nachvollziehbar sind – Deine Vorschläge bekommen mehr Gewicht.

So könnte Dein Analyse-Ergebnis zum Beispiel aussehen (Quelle: Ehemalige Website des IT-Dienstleisters WorNet):

Schritt 3: Verbessere einen kleinen Teil des Textes

Anstatt dem Unternehmer nur das Analyse-Ergebnis zu schicken, holst Du jetzt Deine Geheimwaffe als guter Texter raus: Du schreibst einen kleinen Teil seines Textes um – zum Beispiel den letzten Absatz eines Startseiten- oder Produkttextes. Dabei folgst Du sowohl den unabhängigen Empfehlungen der Textanalyse als auch Deinem eigenen Geschmack.

Schritt 4: Biete der Firma an, den Rest des Textes zu überarbeiten

Neben den Analyse-Ergebnissen und Deinem Vorschlag für die Verbesserung darf Dein Angebot nicht fehlen: Schlage dem Kunden vor, dass Du den Rest des Textes überarbeitest und nenne ihm dafür einen Preis. Tipp: Am besten bietest Du erstmal nur für diesen einen Text einen Preis an – zum Beispiel einen Startseiten-Text für 200 Euro – das erhöht die Chance, dass er aus dem Bauch heraus ja sagt. Denn sein Risiko ist gering. Danach kannst Du ihm immer noch vorschlagen, weitere seiner Seiten anzupacken.

Vorlage für Deine Analyse

Sende dem Kunden eine kurze E-Mail und verpacke Deine Analyse, Verbesserungsvorschlag und Angebot kompakt in einem PDF (das Du zum Beispiel mit Microsoft Word erstellst).

Darf ich Unternehmen einfach so anschreiben?

Kunden kalt per E-Mail anzuschreiben, kann auch im B2B (von Unternehmer zu Unternehmer) zu einer Abmahnung führen – auch, wenn ich das selbst in meinen zehn Jahren als Unternehmer nicht erlebt habe.

Nach meiner Erfahrung wird Dir kein Unternehmer für Deinen hilfreichen Vorschlag eine Abmahnung schicken.

Wenn Du aber sichergehen willst, sende Deine Analyse lieber per XING, LinkedIn oder Facebook. Und Anbieter auf eBay Kleinanzeigen kannst Du über die App anschreiben.
Du kannst auch vorher anrufen und fragen – gegen eine kostenlose Verbesserung eines Textes werden viele nichts einzuwenden haben.

Auch eine Nachfrage über XING oder LinkedIn der Art „Ich habe auf Ihrer Startseite einen Absatz entdeckt, den Sie verständlicher formulieren könnten – darf ich Ihnen das per E-Mail zusenden?“ ist ein fairer Weg. Damit bereitest Du Dein Gegenüber sogar noch besser auf die kostenlose Analyse vor. Bitte beachte, dass ich Dir hier keine Rechtsberatung geben kann.

Schritt 5: Fasse Deine Anfrage nach, wenn Du keine Antwort bekommst

Das wichtigste bei der Akquise ist aus meiner Erfahrung, dran zu bleiben, ohne mich zu verausgaben. Das heißt: Wenn Du nichts hörst, fasse Deine E-Mail nach. Schreibe noch mal oder rufe den potenziellen Kunden an und beziehe Dich auf Deinen Vorschlag. Ist die Mail gut angekommen? Konnten Sie sich schon damit beschäftigen? Ist das Angebot etwas für Sie? Solche Fragen stelle ich am Telefon, um mit Kunden ins Gespräch zu kommen.

  • Vertrauen aufbauen: Dank Analyse und Deiner Arbeitsprobe bist Du auch kein Unbekannter, sondern der Kunde kennt Dich bereits und findet Dich im Optimalfall sympathisch wegen Deiner kostenlosen Hilfe.
  • Du beweist, dass Du gut bist: Dein Gegenüber weiß, dass Du gut bist, denn er kennt Deine Arbeit bereits.
  • Du schaffst Dankbarkeit und Verbundenheit: Das ist das Prinzip von Content Marketing: Dein Empfänger hat etwas Kostenloses, sehr Hilfreiches von Dir bekommen und ist vielleicht dafür bereits dankbar – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er sich bei Dir revanchieren will. Falls er seine Texte gerade nicht überarbeiten lassen will, kennt er vielleicht jemanden, bei dem Du Dich melden könntest. Sprich das an, falls es sich anbietet!
  • Du machst eine Entscheidung einfach: Indem Du dem Kunden anbietest, auch den Rest des Textes zu überarbeiten, machst Du ihm die Entscheidung sehr leicht. Er weiß, was er kriegt und muss nur noch ja sagen.

Wie viel Leistung sollte ich verschenken?

Investiere dabei so viel Zeit, wie es sich richtig für Dich anfühlt. Je nachdem, wie viel Zeit Du gerade für Akquise hast, würde ich nicht mehr als 30 Minuten in so eine Überarbeitung stecken. Je nachdem, wie viel Zeit Du hast, kannst Du dann pro Tag ein paar solcher Analysen und Angebote versenden.

Nicht versteifen, sondern viel ausprobieren: Wenn Autowerkstätten absagen, weil gerade Hochsaison ist, wechsle die Branche. Teste Stück für Stück aus, bei welchen Kunden Du positive Antworten bekommst und stecke dann mehr Aufwand in diese Kandidaten.

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