Um eine WordPress-Website online zu stellen, benötigst Du Hosting, klar. Es gibt jedoch zahlreiche unterschiedliche Arten, eine WordPress Webseite zu hosten, die alle ihre jeweiligen Vor- und Nachteile, Fallstricke und Zielgruppen haben.

In diesem Artikel gebe ich Dir daher einen Überblick über sämtliche Möglichkeiten eine WordPress-Seite zu hosten, damit Du die richtige für Dich auswählen kannst:

1. Kostenloses Hosting auf wordpress.com

Im Gegensatz zu WordPress.org ist wordpress.com eine kommerzielle Plattform, die von Automattic unterhalten wird und ihr gehört.  Automattic ist im Besitz von Matt Mullenweg, dem Erfinder von WordPress der soetwas wie der gütige Diktator von WordPress auf Lebenszeit ist. Das Hosting auf der Plattform von WordPress.com ist sehr einfach einzurichten und kann kostenlos genutzt werden, ist aber in den Plugins & Themes, die ihr benutzen könnt, begrenzt und zwingt eure Seite dazu, Werbung zu tragen, falls das Hosting kostenlos sein soll, oder eben doch für diesen Service zu bezahlen. In den Premium-Tarifen ist wordpress.com dann jedoch alles andere als günstig und hat trotzdem noch viele Einschränkungen.

Vorteile & Nachteile

✅ Kostenlos

✅ Stabile und sichere Plattform

✅ Kann auch einen eigenen Domainnamen verwenden

❌ Beschränkte Auswahl bei Themes und Plugins

❌ Werbung wird in die Seite eingefügt

❌ Automattic kann jederzeit den Stecker ziehen

❌ Keine Backups oder Wiederherstellung!

❌ Eingeschränkte Unterstützung der Community

❌ Max. 3GB Datenspeicher

❌ Kein Wechsel auf ordentliches Hosting möglich!

Zielpublikum

Leute, die einfach anfangen wollen zu bloggen und sonst keine weiteren Ansprüche an die Webseite haben.

Empfehlung

Wirklich nicht zu empfehlen! Wenn Du einmal einen Blog bei wordpress.com aufgebaut hast, wird es extrem schwer ihn davon weg zu bekommen. Außerdem hast Du wenige Möglichkeiten in Sachen SEO und die Auswahl bei Themes und Plugins ist ziemlich eingeschränkt, individuellen Seiten lassen sich hier so gut wie Garnichts erstellen.

Hier findest Du die Übersicht über die Pakete und Preise von wordpress.com

2. Günstiges Shared Hosting

Ich bin mir sicher, dass du schon mal ein Hosting für 1 EUR im Monat oder so gesehen hast, vielleicht mit dem Versprechen von unbegrenztem Speicherplatz, unbegrenzter Bandbreite, unbegrenzten E-Mail-Accounts und so weiter… Doch sind wir mal ehrlich: Der einzige Weg, wie das erreicht werden kann, beinhaltet zwei wirklich schlechte Ideen: 1. So viele Webseiten wie möglich auf einen Server zu stellen (wir sprechen hier von tausenden!) und 2. Auch noch einen sehr schlechten Support bieten.

Wenn man viele Tausende von Webseiten auf einem Server hat, wird es immer Konkurrenz um Rechenleistung, Plattenzugriffe und Datenbankaufrufe geben. Du kannst sicher sein, dass die Seite irgendwann anfängt, langsam zu laufen, vielleicht sogar tagelang nicht mehr erreichbar sein wird. Meistens wird sich der Hoster nicht darum kümmern.

Das Hosting als derart billig anzubieten bedeutet nämlich, dass sie nicht viel Geld übrig haben, um qualifiziertes Personal für die Verwaltung und Wartung ihrer Systeme zu bezahlen oder gar einen ordentlichen Kundenservice anzubieten. Wenn der Server also 0,80 EUR pro Monat kostet, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, dann können sie nur mit den 20 Cent Profit machen. Rechnet man die Kosten für die Finanztransaktionen und die Büros mit ein, dann können sie vielleicht nur noch 5 Cent pro Monat für den Support ausgeben.

Erwarte also nicht die beste der besten Technologien, schnelle Antwortzeiten am Telefon und Chat. Erwarte auch nicht, dass die neueste und beste auf dem Server installiert ist, d.h. die neueste Version von PHP zum Beispiel. Solche Billighoster können es sich schlicht nicht leisten, das für dich zu tun!

Vorteile und Nachteile

✅ Super billig

✅ Du kannst jedes Theme oder Plugin deiner Wahl verwenden

✅ Admin-Panel zur Verwaltung deiner Webseite

✅ Evtl. kostenloses SSL über LetsEncrypt (nicht garantiert)

❌ Evtl. nicht die neueste Software und Hardware

❌ Möglichkeit, dass Hacker von einer der anderen auf dem Server gehosteten Seiten einbrechen

❌ Server könnte oft langsam laufen

❌ Support wird schwer zu erreichen sein

❌ Server könnte tagelang außer Betrieb sein

❌ Jedes Problem wird mit einem Upsell auf ein teureres Hostingpaket gelöst!

❌ Definitiv nicht geeignet für E-Commerce & Onlineshops!

Zielgruppe

Diejenigen, die ihr Geschäft nicht genug schätzen, um darin zu investieren, oder die einfach nur eine sehr einfache und vor allem billige Webpräsenz brauchen.

Empfehlung

Mach es nicht! Wenn du wirklich professionell auftreten willst und dein Geschäft und deiner Online-Präsenz ernsthaft betreiben willst. Falls Du einfach ein möglichst billiges Hosting suchst und mit wenig Leistung auskommt, geh zu Hostinger oder du schaust Dir die etwas teureren, aber deutlichen besseren Alternativen in meinem Hosting-Vergleich an.

3. Professionelles Shared Hosting

Professionelles Shared-Hosting fängt normalerweise bei etwa 20 EUR im Monat an und wie beim billigen Shared-Hosting werden viele Webseiten auf einen Server gelegt.  Aber genau da endet die Ähnlichkeit.

Firmen wie HostPress, raidboxes, dogado, webgo, WP engine, DreamHost, Siteground und Co. zielen auf diesen Teil des Marktes ab (eine umfassendere Liste hier https://www.search-one.de/wordpress-hosting-vergleich/).  Gewöhnlich bieten sie ein sehr gut gemanagetes Hostingpaket an, bei dem es pro Monat Grenzen für die Bandbreite und Verarbeitung gibt, so dass sie sicher sein können, dass der Server nicht überlastet wird.

Manche davon, wie beispielsweise WP Engine, haben auch Einschränkungen welche Plugins installiert werden können. Das liegt daran, dass man zum Beispiel kein Caching-Plugin installieren sollte, da deren Infrastruktur sich breits darum kümmert, oder dass sie wissen, dass ein bestimmtes Plugin viel zu viel Rechenleistung verbraucht oder ein hohes Risiko hat, dass die Seite gehackt wird, wenn es benutzt wird.

Wenn du Probleme bekommst und Unterstützung benötigst, kannst du in diesen Paketen sicher sein, dass man dir prompt antworten und weniger oft Upsells als eine Möglichkeit angeboten werden, Probleme zu lösen. Natürlich kann es aber auch hier sein, dass Du mehr Leistung benötigst und man Dir zu einem Update rät.

Vorteile & Nachteile

✅ Kostenloses SSL-Zertifikat

✅ Oft eine kostenlose Domain im Paket

✅ Qualifizierte Support-Mitarbeiter

✅ Gute Verwaltungstools

❌ Begrenzte verfügbare Ressourcen

❌ Meist bekommst Du keinen SSH-Zugang

❌ Es kann passieren, dass die Website nicht mehr erreichbar ist, wenn du einen viralen Post hast oder TV-Werbung schaltest und Dich vorher nicht mit der Hostingfirma abgesprochen hast, um mit dem zusätzlichen Traffic zurechtzukommen 

Zielpublikum

Diejenigen, die ihre Online-Präsenz schätzen. Dies ist eine geeignete Lösung für kleine Unternehmenswebseiten.

Empfehlung

Professionelles Shared Hosting ist ein guter erster Start für eine Webseite.  Überlege dir vor der Buchung, welche Firma am besten zu Dir passt. So bieten manche Anbieter Managed Services, andere sind auf E-Commerce spezialisiert und wiederum andere richten sich eher an Entwickler und machen diesen mit Tools und Staging-Systemen das Leben leichter. Meine Empfehlungen sind hier insbesondere HostPress, raidboxes und WP engine.

4. Selbstverwalteter VPS

Ein VPS (Virtual Private Server) ist ein Server, den du mietest und auf den du alles installieren kannst, was du willst. Normalerweise laufen diese entweder mit Windows oder einer Linux-Distribution. Für WordPress ist es immer besser, Linux einzusetzen.

Wenn du einen VPS mietest, bezahlst du normalerweise für die Anzahl der Prozessoren, die du benutzt und für die Menge an Arbeitsspeicher, die du brauchst, und schließlich für die Menge an Festplattenplatz. Es gibt viele Firmen, die in diesem Bereich arbeiten. Los geht es 2,50 EUR pro Monat, aber dafür kannst Du natürlich nicht viel Leistung erwarten.

Der Nachteil bei dieser Art von Hosting ist, dass du die Maschine selbst verwalten musst. Also wenn etwas kaputt geht, liegt es an dir. Du musst Dich ebenfalls selbst um die Sicherheit, das Betriebssystem, die Serverkonfiguration, die E-Mail-Konfiguration und so weiter kümmern. Wenn du nicht gerade ein DevOps-Spezialist bist, würde ich definitiv die Finder von einem VPS lassen!

Vorteile & Nachteile

✅ Eher günstig

✅ Vielseitig einsetzbar

✅ Du kannst installieren was Du willst

✅ Du kannst den Webserver beliebig konfigurieren

❌ Du verwaltest, wartest und sicherst alles selbst ab.

❌ Die Verwaltung benötigt viel Zeit

Zielpublikum

Diejenigen, die die Arbeit an Linux genauso glücklich macht, wie die Konfiguration und das Tuning von PHP, Varnish, NginX/Apache, REDIS, Memcache oder PostFix. Wenn dir eines dieser Wörter Angst macht, oder nichts sagt, wähle diese Option nicht!

Empfehlung

Wenn Du Dich sowieso selbst um deinen VPS kümmern willst, würde ich diesen direkt bei einem der großen Anbieter wie OVH, Hetzner oder einem kleineren Anbieter wie netcup buchen.

5. Managed VPS

Viele Hostingfirmen bieten Dir virtuelle Server an, die von ihren Spezialisten verwaltet, aktualisiert und gesichert werden. Du kannst Dich damit auf den Auf- und Ausbau der Webseiten konzentieren und profitierst trotzdem von dedizierten Ressourcen, die Dir garantiert auf einem VPS zur Verfügung stehen. Ein paar Anbieter in diesem Bereich sind zum Beispiel WP-Project, HostPress, raidboxes und Savii.

Neuerdings gibt eine wachsende Anzahl von Firmen, die sogar externe virtuelle Server verwalten und managen. Sie tun dies, indem sie einen vorbereiteten Software-Stack installieren, den sie erstellt haben und in- und auswendig kennen. Die vielleicht bekanntesten Namen in diesem Bereich sind im Moment Gridpane und Cloudways. Dort kannst Du aus verschiedenen Plattformen für das Hosting auswählen, die dann mit demselben Technologiestack für dich betrieben werden.  Du kannst beispielsweise wählen, ob du einen VPS von Digital Ocean oder AWS haben möchtest, und den Rest dem Managed Service überlassen.  

Wenn du einen bestimmten Technologiestack installieren musst, ist das nichts für dich.  Aber wenn du nur nach qualitativ hochwertigem Hosting zu vernünftigen Preisen suchst, dann ist dies eine tolle Möglichkeit.

Vorteile & Nachteile

✅ Super Preis-Leistungs-Verhältnis

✅ Skaliert bei erhöhtem Bandbreitenbedarf sofort mit

✅ Du musst Dich um Nichts kümmern

✅ Bewährter Software-Stack, der funktioniert

✅ Sicherheit wird Experten gewährleistet

❌ Evtl. kein SSH-Zugang

❌ Du kannst nicht installieren was immer du willst (z.B. Fail2Ban, ioncube, etc.)

❌ Du musst Dich ein auskennen, um das System zu finden

Zielpublikum

Diejenigen, die sich ein professionelles managed Hosting wünschen, das ohne Probleme skalieren kann und für das man keine eigenen Support-Mitarbeiter anstellen muss.

Wenn du einfach nur eine WordPress-Website online haben willst und dir die zugrunde liegende Technologie egal ist, ist dies eine der kosteneffektivsten Lösungen für High-Performance-Webseiten.

Empfehlung

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den managed VPS von Beispiel WP-Project und HostPress gemacht. Wenn du etwas Besonderes vorhast, vergewissere dich vor der Wahl der Lösung, dass dein Technologiestack darauf funktioniert und du keine Dinge brauchst, die die Managed VPS-Hosting-Firma nicht umsetzen kann!

6. JAMStack-Hosting / Statisches CMS-Hosting

J.A.M. (Javascript, APIs und Markup) ist der heiße Scheiß in Sachen Hosting. Hierbei wird eine dynamische Webseite, wie eben ein WordPress zur statischen Webseite gemacht und auf einem CDN bereit gestellt. Momentan ist Strattic der Bekannteste Anbieter für diese Art von Hosting für WordPress. JAMStack-Hosting funktioniert komplett anders, als jedes normale Hosting.

Jedes Mal, wenn du eine Seite oder einen Artikel bearbeiten möchtest, startet das System einen eigenen Container, in dem deine Datenbank und dein WordPress gespeichert sind. Darin nimmst Du die Änderungen vor und pushst alle Seiten zusammen mit den Skripten, CSS-Stilen und Bildern als statisches HTML an ein globales CDN. Anschließend wird der Container wieder heruntergefahren.

Dies bietet so einige Vorteile, vor allem eine massive Reduzierung der Sicherheitsprobleme und des Stromverbrauchs, um den Server am Laufen zu halten. Aber es gibt auch Nachteile dieser Lösung. Beispielsweise muss man 3rd-party APIs oder selbst geschriebene APIs verwenden, wenn man Kommentare oder andere Interaktionen auf der Webseite in der Datenbank speichern will. Aber wenn deine Seite quasi nur eine statische Broschüre ist, ist dies wahrscheinlich die beste Option.

Vorteile & Nachteile

✅ Sehr sicher

✅ Weltweit im CDN gecached

✅ Unglaublich schnell

✅ Reduzierte CO2 Emissionen

❌ Muss APIs benutzen, um Dinge wie Kommentare oder Kontaktformulare zu benutzen

❌ Kann nicht direkt in der Datenbank speichern

❌ Muss den Container zunächst hochfahren, um Verwaltungs-/Redaktionsaufgaben durchzuführen

❌ Keine serverseitigen Aufgaben/Cronjobs

Zielpublikum

Diejenigen, die höchste Sicherheit und Leistung wollen, aber keine dynamische Seite haben.  Zum Beispiel wäre dies eine schlechte Wahl für einen Onlineshop oder eine Seite, die permanent schwankende Aktienkurse anzeigt. Wer jedoch auf einen erfahrenen Entwickler zugreifen kann, der sich mit Javascript und APIs auskennt, kann auch damit cooles Zeug realisieren.

Empfehlung

In vielerlei Hinsicht ist dies wohl so etwas wie die Zukunft des Hostings, aber nicht jeder kann es sich leisten, immer das Neueste vom Neuen einzusetzen. Ich würde sagen, dies ist hauptsächlich für diejenigen, die selten wechselnde Webseiten haben, die ihre Informationen also einmal einstellen und anschließend vergessen wollen. Aber hier wird sich noch sehr viel tun, was die Möglichkeiten, insbesondere in Zusammenarbeit mit Content-Management-Systemen zu vereinfachen. Derzeit kann ich JAMStack-Hosting für WordPress aus mehreren Gründen nicht empfehlen.

7. Managed Hosting

Wir betrachten nun die Spitzenklasse der Hoster. Managed Hosting ist das Richtige für professionelle, großen Unternehmen, oder alle, die immer online sein wollen, mit hoher Verfügbarkeit und starker Sicherheit. Es gibt viele Firmen, die sich auf diesen Bereich konzentrieren, Beispielsweise HostPress, raidboxes, WP Engine, Kinsta, u.v.a.m.

Wie der Managed VPS auch, ist das Hosting eine streng kontrollierte Umgebung, zu der du keinen vollen Zugang bekommst. Das ist aber in Ordnung, denn du bezahlst ja gerade Geld dafür, dass sich der Hoster darum kümmert!

Vorteile und Nachteile

✅ Super schnell

✅ Geschlossener Stack

✅ Starke Sicherheit

✅ CDN oft im Angebot enthalten

✅ Manche können auch mehr als nur WordPress

❌ Wahrscheinlich kein SSH/WP-CLI

❌ Support evtl. nicht 24/7 oder deutschsprachig

❌ Anzahl der Websites ist begrenzt, die betrieben werden können

Zielpublikum

Dies ist das Reich des Big Business, der digitalen Agenturen, die Websites weiterverkaufen oder für Kunden betreibt. Ebenso empfehle ich Managed Hosting jedem Unternehmen, das sich nicht selbst mit dem Betrieb der Webseite beschäftigen will, aber dennoch eine sichere und schnelle Lösung mit qualitativ hochwertigem Support wünschen.

Empfehlung

Wenn du kannst, solltest Du Dir ein Managed Hosting zulegen. Insbesondere wenn du bereits eine erfolgreiche Online-Präsenz hast! Bevor du jedoch etwas buchst, solltest du deinen derzeitigen Bedarf richtig verstehen, damit du das richtige Angebot für dich auswählen kannst. Besonders empfehlen kann ich hierbei die deutschen Anbieter HostPress und raidboxes.

8. Dediziertes Server-Hosting

Hier hast einen ganzen, physikalischen Server für dich alleine. Es gibt darin wiederum hier zwei Optionen: Managed oder unmanaged. Wenn du keinen wirklich guten Grund hast, wähle immer einen managed Server! Sonst musst Du Dich, wie beim VPS um alles selbst kümmern.

Wenn du diesen Weg wählst, solltest du ein ausführliches Gespräch mit der Hosting-Firma einplanen, um die Spezifikationen der Maschine zu definieren, die du brauchst. Sonst riskierst Du spätere Upgrades und unerwartete Kosten.

Mittlerweile ist ein vollständig dedizierter Server bei den existierenden Server-Virtualisierungstechniken im Grunde nicht mehr notwendig ist. Ein dedizierter virtueller Server ist genauso gut, wenn nicht sogar besser!

Vorteile & Nachteile

✅ Extrem hohe Geschwindigkeit

✅ Keine Konkurrenz um CPU, Festplatte oder RAM

✅ Guter Support

✅ So viele Webseiten wie du willst

❌ Kostet evtl. mehr als du ausgeben möchtest

❌ Upgrade auf einen neuen Server kann kostspielig und zeitaufwendig sein

Zielgruppe

Unternehmen, die eine garantierte und schnelle Leistung der Hardware benötigen.  Beispielsweise diejenigen, die es mit dem E-Commerce ernst meinen und nicht riskieren wollen, dass sich eine andere Seite auf ihrem Server befindet und dadurch irgendetwas den reibungslosen Betrieb stören könnte.

Empfehlungen

Wie der gemanagte VPS kann die Hosting-Firma theoretisch überall auf der Welt sein, also überlege Dir eine in der Nähe deiner Kundenbasis zu wählen, um die Latenz gering zu halten. Und vergiss nicht darauf zu achten, dass der Support-Stunden in deinen Arbeitzeiten erreichbar ist 😉 Falls Du Dir einen eigenen root-Server zulegen willst, würde ich Dir ganz klar den deutschen Hoster Hetzner empfehlen.

9. Dedizierte Multi-Server-Infrastruktur

Sobald deine Hosting-Bedürfnisse die nächste Größenordnung erreichen, ist eine dedizierte Multi-Server-Infrastruktur unerlässlich. Das bedeutet, dass vorgeschaltete Load Balancer den Traffic über mehrere Cache-Server aufteilen, die sich wiederum mit mehreren Webservern verbinden, die wiederum mit einer Matrix von sich selbst replizierenden Datenbankservern verbunden sind, mit einem dedizierten Schreibserver für deine Editoren und vielen Datenbank-Leseservern für deine Site-Besucher.

Nimm noch alle denkbaren Memcache, Redis und Shared File Storage dazu, und du hast eine hochkomplexe Serverinfrastruktur, die extrem hohe Lasten bewältigen kann.

Abhängig von der Hosting-Firma, mit der du arbeitest, kümmert sich der Hoster um die gesamte Einrichtung und Wartung der Infrastruktur, oder deine DevOps-Leute kümmern sich um die Konfiguration und Einrichtung einzelner Anwendung selbst.

Rechne damit, dass ihr für diese Art von Infrastruktur bei etwa 40.000 EUR pro Jahr inkl. Support los geht.

Vorteile & Nachteile

✅ Du kannst so viele Webseiten betreiben, wie du willst

✅ Der Support wird Tickets so schnell wie möglich lösen.

✅ Ein richtig ausgelegtes System wird mit allen Besucheranstürmen umgehen können

❌ Du bezahlst oft nach GB für die Speicherung von Dateien und Datenbank

❌ Jeder Teil deiner Infrastruktur wird einen Preis haben

❌ SLAs (Service Level Agreements) können sehr teuer werden

Zielpublikum

Diejenigen, die mehrere Millionen Besucher pro Monat haben, die hervorragenden Support benötigen und eine große Menge an Flexibilität wünschen.

Empfehlungen

Such Dir eine Hosting-Firma aus, die nahe genug ist, um sie auch mal persönlich zu besuchen. Du betreibst einen Premium-Stack und möchtest an ihre Tür klopfen können, wenn du nicht die Unterstützung oder Leistung bekommst, die du brauchst oder um neue Projekte von Angesicht zu Angesicht besprechen zu können. Ich persönlich greife bei derart komplexen Setups auf die Dienste der Firma PURE HOST zurück.

10. Co-Location-Hosting

Dein eigener physikalischer Server steht hier im Rechenzentrum von jemand anderem.  Das bedeutet, dass Du Dir wirklich einen echten Server kaufen musst und Dich um ALLE Hardware- und Softwarefehler kümmern musst.

Vorteile & Nachteile

✅ Du kennst Deinen Server in- und auswendig

✅ Du kannst Hardware nach Bedarf aufrüsten oder austauschen.

❌ Keinen Support bei Hardware-Problemen

❌ Keinen Support für Software

❌ Du musst Dich um alle Upgrades und Patches selbst kümmern

Zielpublikum

Diejenigen, die früher einen Serverraum in ihrem Gebäude hatten, aber diese Verantwortung nicht mehr wollen oder es sich nicht mehr rechnet.

Empfehlungen

Achte bei der Wahl deines Standortes besonders auf Sicherheit, Erreichbarkeit, Nähe zu eurer Firma und das Peering des von euch gewählten Rechenzentrums. Mit den Colos der Firma Hetzner liegst Du wahrscheinlich gold richtig.

11. Redundantes Failover-Hosting

Nun kommen wir zum absoluten Spitzenprodukt in Sachen WordPress-Hosting. Redundantes Failoverhosting kann mit physischen oder virtuellen Servern betrieben werden, die verteilt in unterschiedlichen Rechenzentren stehen, um bei Bedarf in Aktion zu treten. Dadurch kannst Du den Betrieb der Webseite sicherstellen, selbst wenn ein irgendein katastrophales Ereignis eintritt (z.B. Überschwemmungen, Stromausfälle, EMP-Pulse, Terroristische Attacken).

Das wichtigste hierbei ist, dass es eine gute Verbindung zwischen den Standorten gibt, damit deine Datenbank und Dateien regelmäßig repliziert werden können.

Vorteile & Nachteile

✅ Dein Geschäft wird weitergehen, selbst wenn der Strom ausfällt oder eine andere Katastrophe eintritt

❌ Wirklich sehr teuer

❌ Regelmäßige Prüfung des Failovers erforderlich

Zielpublikum

Diejenigen, die es sich nicht einmal leisten können 5 Minuten offline zu sein!

Empfehlungen

Wäge ab, ob du ein ‚like for like‘-Failover oder etwas brauchst, das in einer reduzierten Kapazität laufen kann, um deine Gesamtkosten zu reduzieren. Bedenke auch den menschlichen Faktor bei der Ausfallsicherung! In diesem Bereich würde ich mit PURE HOST zusammenarbeiten.

Über Kai Spriestersbach

Kai Spriestersbach

Kai Spriestersbach ist studierter Bachelor of Science in E-Commerce (FHWS) und aktuell als Masterstudent an der TH Köln im Fachbereich WebScience. Er ist Inhaber und Chefredakteur von SEARCH ONE und arbeitet als freier Mitarbeiter für die eology GmbH. Kai baut derzeit an einem innovativen E-Learning Projekt und berät Unternehmen in Web-Technologie- und Online-Marketing-Themen. Außerdem ist er als Affiliate Publisher tätig und hält Vorträge auf Konferenzen und führt Seminare durch. Insgesamt verfügt er über mehr als 16 Jahre Erfahrung im Bereich Online-Marketing und der Webentwicklung und beschäftigt sich bereits seit 2004 und der ersten Version mit WordPress.

Foto: Kai Spriestersbach

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