Bulletpoints: So erstellst Du eine erfolgreiche Liste

sinnvolle liste erstellen

Als Kind wollte ich unbedingt Buchautor werden, also machte ich aus allem eine Geschichte. Sogar aus der Einkaufsliste meiner Mutter formulierte ich eine spannende Storydie leider dafür sorgte, dass ich im Supermarkt die Hälfte des Einkaufs vergaß. (Zitat, Autor unbekannt)

Zum Glück können wir außerhalb von Romanen die Vorteile von Bulletpoints nutzen:

Listen sind sowohl übersichtlich, als auch informativ und ziehen deshalb viele Leser an. Wir zeigen, wie Du eine erfolgreiche Liste erstellst.

Warum Listen?

Mit Übersicht Leser akquirieren

Listen haben einen unschlagbaren Vorteil: sie sind extrem überschaubar. In einem herkömmlichen Fließtext werden die Informationen eingebaut, das heißt, sie sind im Normalfall nicht in Sekundenschnelle abzurufen. Listen hingegen bieten absolute Übersicht ohne viel Schnickschnack – das zieht auch Leser an. “15 Tricks, um beruflich erfolgreicher zu sein” klingt eben besser als “So haben Sie mehr Erfolg im Beruf”. Denn oft entscheidet schon die Überschrift, ob ein User den Artikel liest oder nicht.

Auf dem Smartphone überzeugen

Listen sind ein nettes Gadget, um einen Blog oder ein Online-Magazin gelegentlich aufzulockern. Leser, die von ihrem Smartphone oder Tablet aus darauf zugreifen, haben selten Lust, einen langen Text durchzulesen. In Listen werden die Informationen häppchenweise dargestellt, dafür benötigt man weder besonders viel Zeit, noch eine große Aufmerksamkeitsspanne.

Eine weitere Methode, damit besonders Leser an mobilen Endgeräten aufmerksam bleiben, ist der Einsatz von treffenden Zwischenüberschriften. Mehr hierzu gibt es im Artikel Zwischenüberschriften finden und formulieren – Muster und Beispiele.

Auf Social Media punkten

Einen weiteren Vorteil bergen Listen für den Social-Media-Auftritt. Auf Facebook zum Beispiel kann man mit einzelnen Listenpunkten den User optimal anteasern und ihn so auf die eigene Site führen. Ein Beispiel: Angenommen, man hat eine Liste mit dem Titel “15 Dinge, die Sie beim Autokauf beachten sollten” verfasst. Wenn man diese nun auf Facebook teilen möchte, wählt man einen beliebigen Listenpunkt (z.B. “3. Prüfen Sie den Kilometerstand”) und kopiert ihn zusammen mit dem Link zum vollständigen Artikel in den Post. Das schafft Neugier beim Leser und bringt ihn bestenfalls dazu, den gesamten Artikel zu lesen.

Eine gute Übersicht (z.B. durch Listen) macht Deine Texte verständlich und prägnant. Damit auch Dein Fließtext eingängig und wirkungsvoll wird, benutze das Textanalyse-Tool der WORTLIGA.

So erstellst Du die ideale Liste

Wie man eine Liste aufbaut, hängt grundsätzlich vom zu behandelnden Thema ab. Bei Rankings bietet sich natürlich der Klassiker “Die Top 10 der…” an, allerdings sind der Kreativität bei der Erstellung von Listen keine Grenzen gesetzt. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Online-Magazin ZEITjUNG, das sehr erfolgreich Listen zu Phänomenen erstellt – etwa “Die 11 schrecklichsten WG-Konstellationen” oder “25 Dinge, die Du erst lernst, wenn Du von zu Hause ausgezogen bist”:

Die perfekte Anzahl an Listenpunkten

Die Zahl an Listenpunkten sollte weder zu hoch, noch zu niedrig gewählt sein. “Drei Tipps, wie Sie Ihre Schulden in den Griff bekommen”, klingt nach sehr wenig Inhalt und suggeriert, dass Du Dir als Autor nicht besonders viel Mühe bei der Erstellung des Textes gegeben hast. “100 einzigartige Reiseziele” hingegen sieht zwar anfangs beeindruckend aus, wird aber höchstwahrscheinlich von niemandem zu Ende gelesen. Außerdem solltest Du immer bedenken, dass Du für jeden Punkt eine Headline und ggf. auch einen kurzer Text produzieren musst. Unterschätze also nicht, wie viel Arbeit das für Dich bedeutet. Wenn Dir zu einer Liste absolut nichts mehr einfällt, dann ist das ebenfalls in Ordnung – auch eine ungerade Zahl von Listenpunkten wirkt gut, vielleicht sogar einladender als die obligatorische Top Twenty.

Weitere Stilelemente, um Deine Liste abzurunden

Fotos und Bilder in einer Liste sprechen den User an und sorgen für ein plakativeres Lesevergnügen. Beachte aber, dass das Bild den Text nur unterstreichen und ihn nicht übertünchen soll – sonst geht der Inhalt in einer Bilderflut unter, und dann kannst Du auch gleich nur eine Foto-Liste erstellen.

Hilfreich sind oft auch Tabellen oder Diagramme. Mehr zu diesen und weiteren Stilelementen zur Verschönerung Deiner Texte erfährst im im Artikel Jäger der verlorenen Akzente – So setzt Du Highlights in Deinen Texten.

Wie viel Liste braucht Dein Text? Und alle anderen Fragen auch: in einer kostenlosen Sprechstunde beschäftigt sich der Text-Doktor regelmäßig und ausführlich mit Deinen Werken.

Ein Artikel von Juliane Becker

Bildquelle: Chris Lott unter CC BY 2.0, Screenshots von www.ZEITjUNG.de

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