Textdoktor #4: Was tun mit langen Wörtern in Texten?

Wer aus Sicht des Lesers schreibt, nutzt einfache Wörter. Langes Vokabular versperrt die Sicht auf den Inhalt. Wenn der Inhalt aber witzig, anregend, abwechslungsreich ist, verzeihen Leser so manches Bandwurmwort.

Notizen zum Video

  • Wichtig: Als Texter und Autor sich Lebenslang weiterentwickeln – Beispiel: Teilnehmer Peter Kensok textet seit Jahrzehnten, hat für renommierte Verlage gearbeitet. Jetzt lernt er belletristisches Schreiben bei der Schule des Schreibens in Hamburg.
  • Sein Tipp: Autoren sollen viel lesen
  • Ein guter Autor braucht kein Talent, sondern viel Übung
  • Lange Wörter sprechen und lesen sich nicht nur schwieriger, sie verschlechtern auch das Schriftbild eines Textes
  • Ein Text mit vielen langen Wörtern ist schwerer verständlich und weist uns darauf hin, dass wir nicht genug die Sicht des Lesers einnehmen. Wenn wir aus seiner Perspektive schreiben, wenn wir erklären, was das Thema für ihn bedeutet, wechseln wir von selbst das Vokabular.
  • Texte mit langen, schwer lesbaren Wörtern können trotzdem Spaß machen, wenn der Inhalt witzig oder abwechslungsreich ist.
  • Teilnehmer Peter zum Beispiel überspitzt seinen Text über einen ausgefallenen Kühlschrank bewusst mit dem üblichen, umständlichen, sperrigen Wortschatz technischer Produktbesprechungen.

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