Bild: Gastautorin Maria Horschig

Sie wollen, dass Ihre Website-Besucher schneller erkennen, ob Sie der oder die Richtige sind? Dass Ihre Website-Texte nicht so beliebig klingen wie der langweilige „Einheitsbrei“ auf vielen anderen Seiten? Sondern lebendige Texte schreiben, damit Interessenten einen „echten“ Eindruck von Ihnen bekommen? In diesem Artikel erfahren Sie drei Möglichkeiten, um Ihren Website-Texten mehr Leben einzuhauchen.

Vertrauen aufbauen, noch bevor Interessenten Sie kennenlernen – ist das auch Ihr Wunsch für Ihre eigene Website? Wenn Sie so sind wie die meisten Solo-Selbstständigen, ist das so. Denn ums Verkaufen machen die meisten von uns Solo-Unternehmern lieber einen großen Bogen – es wäre schön, wenn Interessenten von allein anklopfen.

Ihr Ziel: endlich weniger im Kreis drehen

In Ihren Website-Texten wollen Sie sich wiederfinden und sich damit wohlfühlen. Gleichzeitig sollen sie aber auch offiziell genug klingen. Und genau deswegen bereitet Ihnen das Schreiben oft so viel Kopfzerbrechen.

Ich versichere Ihnen: Wenn Sie die richtigen Techniken kennen, werden Sie beim Schreiben weniger in Sackgassen laufen. Mit Texten, die seriös klingen und sich stimmig anfühlen, werden Sie schließlich mehr von den Kunden anziehen, mit denen Sie gerne zusammenarbeiten. (Und so endlich keine Bauschmerzen mehr haben, wenn Sie mit Ihren Kunden arbeiten.)

Den Eindruck von der Website mit ins Erstgespräch nehmen

 „Maria, deine Website war mir sofort sympathisch. Ich konnte mir direkt vorstellen, dir meine neuen Texte anzuvertrauen. Und dieser Eindruck hat sich im Erstgespräch bestätigt.“

Diesen Satz höre ich von vielen meiner Kunden. Und genau das ist doch, was wir wollen: Es soll keinen Bruch geben zwischen dem, was Interessenten auf unserer Website lesen und dem Menschen, den sie dann im ersten Gespräch kennenlernen.

Bevor ich nun gleich meine drei Techniken mit Ihnen teile, müssen wir nur noch kurz zwei andere Dinge besprechen …

Machen Sie sich frei von dem verstaubten Schreibstil aus dem Deutschunterricht

Sie wollen professionell und kompetent wirken – und das in jedem Fall unterstreichen. Das verstehe ich gut. Dennoch sollten Sie eines nicht tun: möglichst „hochgestochen“ formulieren. (Mir ging es früher genauso …)

Ich weiß – damals in der Schule war gerade dieser „standesgemäße“ Ausdruck das, was Ihre Deutschlehrer lesen wollten. Und genau das beschert Ihnen heute das Dilemma: Wenn Sie Ihre eigenen Website-Texte beginnen, ist das der Stil, an dem Sie sich orientieren. Doch Sie merken es selbst: Das klingt steif und fremd.

Hier kommt die Überraschung: Eine Studie der Princeton University aus den USA belegt, dass Sie sich mit zu steif formulierten Texten sogar ein Bein stellen. Die Forscher bewiesen: Sie werden sogar als weniger intelligent wahrgenommen werden, wenn Ihre Texte zu komplex und umständlich formuliert sind.

Wenn sich Ihre Texte dagegen leicht lesen lassen und gut verständlich sind, finden Ihre Leser Sie intelligenter und sympathischer. Es ist schon etwas suspekt – aber tatsächlich wissenschaftlich belegt.

Mehr über die Studie der Princeton University lesen Sie auf meinem Blog: Warum „hochgestochene“ Texte Ihnen schaden

Unterscheiden Sie zwischen dem WAS und dem WIE

Für Sie heißt das Aufatmen: Sie müssen nicht möglichst steif formulieren, um Ihre Kompetenz zu unterstreichen. Sie dürfen „normale“ und verständliche Sätze schreiben. Ich meine hier explizit nicht, dass Sie auf Grundschulniveau formulieren und sämtliches inhaltliches Niveau herausstreichen sollen. Fachwörter zum Beispiel sollten Sie natürlich verwenden, wenn Sie sich in entsprechenden Kreisen bewegen.

Was die Sache vielleicht noch klarer macht: In Texten gibt es verschiedene „Ebenen“. Die inhaltliche und die äußere. Die inhaltliche ist das, was Sie schreiben. Und das darf natürlich hochkomplex sein. Die äußere Ebene aber ist das, wie Sie Ihre Gedanken dann formulieren. Und das sollte sich am Ende möglichst leicht lesen lassen.

Frei von den verstaubten Vorgaben von damals kommt hier nun meine erste Technik für Sie.

Technik 1: „Lassen Sie Verben tanzen“

Ich gestehe, diesen Ausdruck der tanzenden Verben habe ich mir vom „Deutschlehrer der Nation“, Wolf Schneider, geliehen. Denn er bringt brillant zum Ausdruck, worum es gleich geht.

Können Sie sich noch erinnern, wie Verben in der Grundschule genannt wurden? Okay, das ist schon eine Weile her … „Tu-Wörter“. Verben sind damit also der Inbegriff von Leben. Für Sie heißt das: Nutzen Sie in Ihren Website-Texten so viele Verben wie möglich. Vermeiden Sie Substantive so gut es nur geht.

Hier ein Beispiel aus der Beschreibung einer Software:

Zugriff auf unzählige Hersteller der Sanitärindustrie mit eigenständiger Aktualisierung.

Sie sehen es am Beispiel: Substantive lassen Ihre Website-Texte schnell stocksteif werden und wirken leblos.

Was wäre, wenn Sie stattdessen schreiben:

Sie erhalten Zugang auf unzählige Hersteller der Sanitärindustrie. Die Daten aktualisieren sich automatisch – Sie sind also immer auf dem neuesten Stand, ohne ständig Datenpakete herunterzuladen. 

Gleicher Inhalt, mehr Leben.

Und es gibt noch einen weiteren Weg, Ihre Texte aktiver und damit sofort lebendiger zu formulieren: Formulieren Sie Ihre Sätze im Aktiv statt Passiv.

Hier ein Beispiel:

Es sollte geklärt werden, wer der Ansprechpartner ist. 

Wer genau sollte das klären? Diese Frage bleibt hier offen.

Schreiben Sie einfach: Klären Sie, wer der Ansprechpartner ist.

Durch beide Techniken (weniger Substantive, Passivsätze vermeiden) werden Ihre Website-Texte automatisch lockerer und lebendiger.

Und damit sind wir direkt beim zweiten Punkt.

Technik 2: Sprechen Sie Ihre Leser an, so oft es geht

Es steckt ja bereits im Wort: Wollen Sie ansprechende (also lebendige) Website-Texte schreiben, dann sollten Sie Ihre Leser auch ansprechen. Tun Sie das nämlich nicht, werden Ihre Texte staubtrocken und vegetieren auf Ihrer Website dahin, weil sie niemanden „abholen“:

„Mit meinem Coaching kann man seinen ersten Online-Kurs in fünf Tagen erstellen.“

Dieser ist so ein Satz, der leblos wirkt, weil er niemanden anspricht. Und nein: „man“ ist keine Ansprache. (Noch heute höre ich den damaligen Chefredakteur meiner Lokalzeitung, für die ich in der Schulzeit als freie Mitarbeiterin arbeitete: „Wer ist ‘man‘?“)

Sagen Sie stattdessen: „Wie Sie Ihren ersten Online-Kurs in nur fünf Tagen erstellen – mit diesem Coaching wird Ihr Traum zu einem konkreten Plan.“

Ich weiß: Oft drücken wir uns um eine konkrete Ansprache, weil wir nicht wissen, ob wir unsere Leser duzen oder siezen sollen. Eine richtige Antwort auf diese Frage gibt es leider nicht. Der einzige Rat an dieser Stelle: Es muss zu Ihnen und Ihren Zielkunden passen.

Noch mehr dazu, wie Ihre Website-Texte lockerer klingen: Zwei wirksame Tipps gegen steife Website-Texte   

Kommen wir zur dritten und letzten Technik.

Technik 3: Schreiben Sie, wie Sie sprechen

Ja, Sie haben richtig gelesen: Schreiben Sie, wie Sie sprechen. Wenn es ein Erfolgsgeheimnis für lebendige Texte gibt, dann ist es wohl das. Schreiben Sie Ihre Texte, wie Sie sprechen würden, wenn Sie sich mit Ihrem Kunden unterhalten. (Natürlich ohne sämtliche „ähs“ und „hmhs“.)

Keine Sorge: Das klingt hinterher weder flapsig noch inkompetent. Das Gegenteil ist der Fall. Das Beispiel einer Coaching-Kundin zeigt das gut: „Ich möchte auch dann als kompetent wahrgenommen werden, wenn ich in einem lockeren Ton schreibe. Ich dachte immer, dass ich für Firmen anders schreiben muss. Mittlerweile habe ich verstanden, dass ich das gar nicht muss. Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass es sehr persönlich ist, wie sie sich angesprochen fühlen.“

Wie auch Sie das hinbekommen? Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihrem Kunden mündlich erklären, was Sie gerade schreiben wollen. Und dann: Schreiben Sie einfach los. Ohne sich zu korrigieren. Ohne auf den kleinen Kritiker in Ihrem Kopf zu hören, der schimpft, dass Sie das doch so nicht schreiben können.

Wortwiederholungen und Co. spielen erst einmal keine Rolle. Keine Sorge: Sie werden Ihren Text anschließend noch einmal überarbeiten und ihn polieren. In diesem Schritt gibt es nur eine Regel: Der Cursor darf sich nur nach rechts bewegen.

Dieses Vorgehen hat einen großen Vorteil: Sehr wahrscheinlich werden Sie sich beim Schreiben viel weniger blockieren (und das Schreiben mit einer positiven Erfahrung verbinden).

Sind alle Gedanken aus dem Kopf aufs Papier bzw. den Bildschirm geflossen, können Sie sich Ihren Text noch einmal vornehmen und in Ruhe Wortwiederholungen und Co. überarbeiten.

Wie Sie nun sicherstellen, dass Ihr Text lebendig klingt? Lesen Sie ihn laut vor (oder flüstern Sie ihn vor sich hin). Damit merken Sie sofort, ob es sich fremd oder noch zu steif anhört. Ist das der Fall, fragen Sie sich wieder: Wie würde ich es sagen, wenn mein Kunde jetzt vor mir stünde?

Hier noch eine Anleitung, wie Schachtelsätze endlich Geschichte sind: Wie Sie zu lange Sätze erkennen und vermeiden

Das Wichtigste: Trauen Sie sich, lockerer zu schreiben

Und das waren Sie: Meine drei bewährten Methoden, um lebendige Texte zu schreiben. Sie müssen nicht sofort alle umsetzen. Machen Sie es sich leichter und starten Sie mit einer Sache. Der wichtigste Schritt ist tatsächlich loszulassen, was Sie bisher geglaubt haben. Denn dass lockere Website-Texte eben nicht salopp klingen, wissen Sie ja jetzt.

Mehr dazu lesen Sie auch auf meinem Blog:

Auf meiner Website finden Sie zudem eine kostenfreie Checkliste für authentische Website-Texte, die Vertrauen bei den richtigen Kunden aufbauen: Checkliste kostenfrei herunterladen

Über Maria Horschig

Bild: Gastautorin Maria Horschig

Weil Sie sich nicht selbstständig gemacht haben, um sich mit Kunden aus der Hölle rumzuschlagen: Mein Name ist Maria Horschig und als Texterin unterstütze ich Solo-Selbstständige, die sich mit ihren eigenen Website-Texten im Kreis drehen. Dank meiner Systematik wird Ihre Website in Suchmaschinen gefunden, hebt Sie klar von Ihren Mitbewerbern ab und unterstützt Sie zuverlässig dabei, die Kunden zu gewinnen, mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht. Ganz ohne das typische Marketing-Blabla.

https://www.maria-horschig.de/

Foto: Maria Horschig

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